Hört unser Gehirn etwas, so generiert es zum Gehörten innere Bilder, Töne, Gerüche und Emotionen. Das Wörtchen „nicht“ kann es dabei nicht direkt verarbeiten. Bei „Nicht“-Formulierungen schafft unser Gehirn als Erstes ein Bild dessen was nicht gewünscht ist. Man kann nicht nicht an etwas denken!
Es ist ein gutes Training, genau zu sagen was man möchte. Allzu oft sagen wir, was wir nicht wollen.
Beobacht dich und dein Umfeld. Das macht sogar noch Freude



Die “Nicht-Formulierungs-Erkenntnis” ist eine erstaunliche Erkenntnis.
Ich bin sehr froh, dass ich diese erkannte als meine Tochter noch ganz klein war. Denn dadurch konnte ich ihr mehr Selbstbewußtsein vermitteln.
Ein Beispiel: Wenn ein Kind über eine hohe, schmale Mauer schreitet und du sagst dem Kind: “Pass auf, fall “Nicht”, dann wird mit größter Wahrscheinlichkeit in den nächsten Sekunden herunterfallen.
Sagst du dem Kind hingegen: Pass bitte auf, gehe vorsichtig”, dann wird das Kind stolz das andere Ende erreichen.
“Selbst erfüllende Prophezeihung”.
In den nächsten Tagen werde ich mich und mein Umfeld genauer beobachten.
In der Theorie ist das so einfach – und man kennt ja den rosa Elefanten, an den man nicht denken soll – aber in der Praxis ist das schwierig. Manchmal weiß man ja auch gar nicht, was man eigentlich oder stattdessen möchte, obwohl es anderen vermutlich helfen würde, wenn wir sagen würden, was wir möchten, statt zu sagen, was wir nicht möchten. Danke auch an Doris für den Tipp! Das Beispiel kenne ich aus eigener Erfahrung!